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Tischrollenspiel

Früher musste man als Spielleiter in der Regel seinen neuen Spielern erst erklären, was ein Fantasy-Rollenspiel eigentlich ist. Heute ist das Problem eher, den Spielern zu erklären, was es nicht ist.

Heute spielt jeder “Rollenspiele” am Computer. Entsprechend sind die Vorstellungen geprägt. Man sieht sich Fragen ausgesetzt wie “kann ich beim Schmied meine Waffe aufwerten lassen”, oder “gibt es Rüstungen aus mehreren Teilen, die ich mir dann zusammensetzen kann”, oder “können wir dann auch eine Gilde machen?”.

Ich habe im Laufe der Zeit viele Computer-Rollenspiele gespielt – von The Bard's Tale über Pool of Radiance bis hin zu World of Warcraft – und kann nachvollziehen woher diese “Prägung” auf Computermechanismen kommt.

Aber wer sich mit mir an einen Tisch setzt, seinen Charakterbogen vor sich, der sollte sich von Gedanken an WoW und Skyrim lösen. Meine Vorbilder sind nicht Assassin's Creed oder Diablo, sondern Der Herr der Ringe, Das Rad der Zeit, und Das Lied von Eis und Feuer.

Ich hoffe, ihr findet Vergnügen an einer klassischen Heldenreise, in der das Ziel nicht in einem vollständigen T1-Rüstungssatz oder den coolsten Buffs liegt, nicht in der Beherrschung der besten Move-Combo, sondern im Erreichen der Ziele eurer Charaktere – die verlorene Familie wiederfinden, Ehre erringen, den Erzfeind zu besiegen, oder die Heimat vor der dunklen Bedrohung zu retten.

“I firmly believe that any man's finest hour - his greatest fulfillment to all he holds dear - is that moment when he has worked his heart out in a good cause and lies exhausted on the field of battle - victorious.”

Vince Lombardi

Ein weiterer wichtiger Unterschied zum Computerrollenspiel ist folgender: Es ist von vorneherein klar, mit welchen anderen Spielern ihr zusammenspielen wollt. Weder ist es eine Option, alleine zu spielen, noch kann man sich erstmal einen Charakter ausdenken und dann gucken zu welcher Gilde man passt.

Ich werde noch vor der Charaktererschaffung einen “Aufhänger” liefern, einen Startpunkt für die Kampagne. Einen ausgeschriebenen Auftrag, ein Zusammentreffen auf einer Festivität, etwas in der Richtung.

  • Eure Charaktere sollten jeder einen Grund haben, diesen “Startpunkt” anzusteuern.
  • Ihr dürft euch bereits (flüchtig) untereinander kennen.
  • Ihr solltet als Gruppe zumindest halbwegs zueinander passen. Eine Gruppe voller Krieger ist noch halbwegs in Ordnung, auch eine Gruppe voller Schurken und Glücksritter ist machbar, eine Gruppe voller Schriftgelehrter könnte Probleme kriegen.
  • Falls ihr euch nicht kennt, solltet ihr zumindest in der Lage sein, halbwegs zügig zu einer Zusammenarbeit zu kommen.
    • Keine Einzelgänger, Soziopathen, oder taubstumme Blinde. Ihr wollt ja zusammenspielen.
    • Gerne dürfen eure Charaktere “Ziele” haben. Diese sollten einem Gruppenspiel aber nicht im Wege stehen. “Mein Glück machen” ist OK, “Macht ansammeln” auch, wobei man da als Abenteurer nicht den besten Weg eingeschlagen hat. “Möglichst viel in Bibliotheken sitzen und lernen” wird problematisch.
    • Ich werde bei der Erschaffung darauf achten, dass ihr zumindest gebrochen miteinander reden könnt. ;-)

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rolemaster/tischrollenspiel.txt · Last modified: 2018/02/25 09:11 (external edit)